So funktioniert unser System

Mauer­trocken­le­gung nach dem aktiven Elektroosmose-Verfahren

Feuchtes Mauerwerk und eine bestimmte elektrische Mauerpolarität stehen in einem direkten Zusammenhang, sind jedoch bei der Mauertrockenlegung eine kaum beachtete Ursache. Denn ähnlich wie das Wasser in den Kapillaren von Pflanzen wird es von unten nach oben transportiert. So steigt auch im Mauerwerk Feuchtigkeit nach oben.

Das Potential ist messbar und nach oben negativ ausgerichtet. Unterschiedliche Baumaterialien in höher und tiefer gelegenen Bereichen an Bauwerken bauen elektrochemische Spannungs-, das heißt Potentialdifferenzen auf. So ist zum Beispiel Beton gegenüber Ziegelmauerwerk elektrisch negativ.

Wasser wandert jedoch immer zum negativen Teil. So gibt es Bauwerke, die über Jahrhunderte trocken waren und nach Einbau eines Stahlbetongürtels oder einer Betondecke plötzlich Feuchtigkeitsprobleme bekamen. Es ist sogar möglich, das Mauerwerk verschiedener Art und verschiedenen Alters Potentialunterschiede aufweist.

Die dauerhafte Sanierung Ihrer Wände

Bei allen Sanierungen müssen Maßnahmen gegen den durch die Polarisierung verstärkten Kapillarsog getroffen werden. Die physikalische Wirkungsweise der Elektroosmose ist seit nahezu 200 Jahren bekannt.

Heute gehören elektroosmotische Verfahren in einigen Bereichen der Industrie zur Alltagspraxis. Erfolgreich zur Mauerentfeuchtung angewandt wird die Elektroosmose seit mittlerweile über 35 Jahren.

Das Steuergerät: Das A und O des Systems

Kern des Systems ist das digitale Steuergerät. Die mit ihrer besonderen Amplitudenform indizierte Spannung von maximal 6 V (Effektivwert 2,8 V) verhindert unerwünschte Polarisierungeffekte an den Elektrodenoberflächen. Die Aktivität der Elektroden wird somit auf Dauer gewährleistet. Starkstrom- und Schwachstromkreis sind im Steuergerät durch einen Sicherheitstransformator elektrisch getrennt.

Das Digital-mA-Messgerät zeigt ständig den in der Anlage fließenden Strom an. Damit ist die Effektivität der Anlage kontrollierbar. Je kleiner der Stromfluss, umso weiter ist die Abtrocknung fortgeschritten.

Der eingebaute Betriebsstundenzähler kontrolliert die tatsächlich verfahrenden Betriebszeiten. Damit können Ausfallzeiten, entstanden durch willkürliche Abschaltungen, Netzausfälle oder andere Störungen nachgewiesen werden.

Die Kapazität des Steuergerätes ist für eine Mauerlänge bis 200 m ausgelegt.

Ein Plus! Die Anode

Damit der Strom im Mauerwerk gleichmäßig und kontrolliert fließen kann, benötigt man eine Anode. Sie lädt das Mauerwerk positiv und leitet den Prozess der Elektroosmose ein.
Die Anode besteht aus einem 29,5 cm breiten, mit elektrisch leitendem Lack beschichteten Kunststoffgewebe.

Der Putz hält Kontakt

Der sogenannte Kontaktputz ist notwendig, um eine gleichmäßige Kontaktverteilung auf der Wand zu erhalten.

Abgeleitet! Die Kathode

Die Stabelektrode mit einer Länge von 55 cm und einem Durchmesser von 25 mm besteht aus einem elektrisch leitenden Graphitstab. Die Materialien der Netz- und Stabkathode sind aufeinander abgestimmt, sodass unerwünschte elektrophysikalische Spannungsfelder nicht auftreten.

Elektroosmose für dauerhaft trockene Wände

Elektroosmose bedeutet letztendlich nichts anderes als die Umkehrung der Polarität im Mauerwerk durch das Anlegen von Elektroden. Letztlich ein faszinierend einfacher Vorgang: Die Feuchtigkeit wandert zurück ins Erdreich, das künstlich erzeugte elektrische Feld wirkt als Horizontalsperre und verhindert auf Dauer wiederkehrende, aufsteigende Feuchtigkeit. Eine besondere Verlegeart der Elektroden kann nicht nur eine horizontale Absperrung bei jeder Art und Stärke von Mauerwerk bewirken, sondern mit einem relativ geringen Mehraufwand auch eine vertiakle Sperrung des kapillaren Wasseranstiegs erreichen.

Ein System mit vielen Vorteilen

Das System von BLATT Trocknungstechnik verwendet zum Aufbau des elektrischen Feldes die besondere Form einer Wechselspannung von maximal 6 V, deren Wirkungsweise einer Gleichspannung von ca. 2,8 V nahe kommt. Diese Spannungsbegrenzung ist von besonderer Wichtigkeit, da bei Spannungen über 6 V Elektrolyseerscheinungen mit zersetzender Wirkung auf mörtelbindende Mittel und Metall (Rohrleitungen, Stahlträger etc.) auftreten. Unser Verfahren vermeidet mit der niedrigen Spannung diese gefährliche Reaktion.

Ein weiterer Vorteil der elektroosmotischen Mauertrockenlegung ist der geringe Salzaustritt an den sanierten Flächen. Der größte Teil der Feuchtigkeit wird im Mauerinneren durch das Kapillarsystem wieder abgeführt. Damit wandern auch die Salze nach unten ab. Nur ein geringer Teil der Feuchtigkeit verdunstet an den Außenflächen des Mauerwerks, dem entsprechend gering ist dort die Salzablagerung.

 

Der Abtrocknungsprozess beginnt mit der Umkehrung des elektrischen Feldes. Der elektrische Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstands im feuchten Material zwischen der positiven und der negativen Elektrode. Der unmittelbare Bereich zwischen den Elektroden trocknet zuerst aus. Der Widerstand wird größer und der Strom fließt so lange, bis die Feuchtigkeit aus allen Zonen des elektrischen Feldes nach und nach verdrängt ist. Der Widerstand des abgetrockneten Mauerwerks wird so groß, dass der Strom zur Aufrechterhaltung des elektrischen Feldes nur noch bei 10-20 % der anfangs einwirkenden Stromstärke liegt. So erreicht unser System mit dieser Wirkungsweise eine sanfte und schonende Trockenlegung.

Dieses „Osmose“-System bietet viele Einsatzmöglichkeiten zur Trockenlegung von Mauerwerk mit aufsteigender Feuchtigkeit. Nicht geeignet ist das Verfahren allerdings zur Beseitigung von Druck-, Hang- und Grundwasser.

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